Auch wenn das Jahrzehnt eigentlich erst in einem knappen Jahr zu Ende geht, beugen wir uns einfach mal der breiten Masse, die da wohl auch immer noch denkt, dass das 2. Jahrtausend am 31.12.1999 endete und küren in diesem – meinem ersten – Eintrag meine persönlichen Highlight-Alben des vergangenen Jahrzehnts.
Die Reihenfolge ist weder chronologisch noch anderweitig sortiert, sondern in der Reihenfolge in der sie mir in den Sinn gekommen sind. Da ich mich von Anfang an auf 10 Alben beschränken wollte, fanden dann solche Perlen wie Maidens – Brave New World oder In Flames – ReRoute To Remain nicht den Weg in die Liste, weil sie mir erst im Nachhinein einfielen.
Aber kommen wir zu meinen persönlichen Top10 des 1. Jahrzents des 3. Jahrtausends:
Alice in Chains – 2009 – Black Gives Way To Blue
Fantastisch! Alice is back und das schöne ist, es hört sich immer noch an, als ob wir grad Anfang der 90er haben und der Grunge seine Hochzeit verbucht. Definitiv mein Album des Jahres 2009 und eine meiner Wunschbands für den Festivalsommer 2010.
Billy Talent – 2004 – Billy Talent
Auch wenn ich den guten Billy mittlerweile kaum noch hören mag und das dritte Album mich auch enttäuscht hat, so ist das 2004 erschienene Album sicherlich für mich ein Highlight gewesen. Soviele eingängige Refrains auf einem Album findet man selten und warum ich’s nicht mehr hören kann, hängt auch nur damit zusammen, dass ich in zu kurzer Zeit eine viel zu hohe Dosis konsumiert habe (die sehr nennen wir es mal individuelle Stimme von Herrn Benjamin Kowalewicz tut ihr übriges).
Megadeth – 2009 – Endgame
Siehe eigentlich was bei Alice in Chains steht. Dave Mustaine ist back und klingt wieder hart und melodiös wie zu Zeiten von Rust in Peace und Youthanasia. Wunderschöne Soli, harte Riffs – Genial! Bei meinem Album des Jahres 2009 nur knapp hinter AIC, aber das hat eher persönliche historische Beweggründe.
System of a Down – 2001 – Toxicity
Aerials, Toxicity. Alleine wegen dieser beiden Songs quasi ein Jahrhundertalbum. Absolutes Meisterwerk.
Subway to Sally – 2003 – Engelskrieger
Im Gegensatz zu vielen Subway Fans, die den quasi Stilbruch zu den vorherigen Alben und denen danach gar nicht mochten, habe ich dieses Album von Anfang an geliebt, weil es eben aus den Mittelalterklängen herausbrach.
Trivium – 2006 – The Crusade
Puoah! Ich dachte beim ersten Hören kurz, wie sich die Leute 20 Jahre früher zu Zeiten von Master of Puppets gefühlt haben müssen, als sie gleich beim allerersten Hören begriffen, dass sie gerade Geschichte hören. Paar Jahre später hat sich die Meinung bezüglich gleichbedeutend mit Master Of Puppets zwar revidiert, aber dennoch werde ich nicht die Gänsehaut vergessen, die ich beim ersten Hören des ersten Songs des Albums hatte, weshalb das Album auch definitiv gelistet werden muss.
Katatonia – 2003 – Viva Emptiness
Criminals. Ich liebe den Song! Er ist einfach, ja, schön! Und für mich auch ein sehr schönes Beispiel, dass Weiterentwicklung nicht immer schlecht sein muss. (Wobei das mglw. die Anhänger von Katatonia der frühen Jahre gänzlich anders sehen).
System of a Down – 2005 – Hypnotize/Mesmerize
Im Frühjahr und im Herbst des Jahres 2005 erschienen die beiden vom Konzept her als Doppelalbum angelegten Longplayer und hauten mich beide sofort um. Kaum eine andere Band schafft es soviele unterschiedliche Einflüsse und Musikstile unter einem Hut zu bringen und auch innerhalb eines Songs oftmals völlig überraschende Wege zu beschreiten.
Serj Tankian – 2007 – Elect The Dead
Nach Bekanntgabe der Trennung bzw. vielmehr dem Einlegen einer undefiniert langen Pause von System of Down das von mir wohl am meistbegehrteste Album 2007. Was ich einen Absatz drüber zu SoaD geschrieben habe, trifft umso mehr wohl auf Serj selbst zu. Die Songs auf Elect the Dead sind ein Wahnsinn an Komplexität und das Album an sich ist überaus vielschichtig.
Rise Against – 2004 – Siren Song Of The Counter Culture
Dancing For Rain und Swing Life Away haben es mir so angetan, dass aufgrund der beiden Lieder alleine das Album schon einen Platz hätte. Da ich mittlerweile aber eh auch ein Fan von Rise Against geworden bin, so finden sich für den interessierten Hörer noch etliche andere Kracher auf dem Album (Give it all, To Them These Street Belong, Anywhere But Here, Life Less Frightening).
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